Prädikow (Brandenburg)

Dorfscheune Prädikow

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In 2021 werden die ersten Bewohner auf dem 4-Seiten-Hof des gemeinschaftlichen Wohn- und Arbeitsprojekts "Hof Prädikow" einziehen. In den nächsten Jahren werden damit um die 80 Menschen zum 200-Einwohner-Dorf Prädikow dazu stoßen. Uns war es wichtig, von Anfang an etwas Verbindendes zu schaffen, damit die zugezogenen möglichst schnell auch Teil des Dorfes werden und sich keine Parallelgesellschaften bilden. Dafür brauchten wir einen offenen Treffpunkt, der bisher im Dorf fehlt.

Das soll die Dorfscheune werden: ein gemeinsamer Ort für lebendiges Dorfleben. Ein Ort zum Quatschen und Machen, zum Ideen spinnen und Ausprobieren, zum Kennenlernen und Diskutieren, zum Spielen und Kreativsein, zum Feiern und voneinander Lernen – und zum gemeinsamen Arbeiten. Es soll eine Dorfscheune für alle sein: für Junge, Alte und Junggebliebene, für Alteingesessene und Neuankömmlinge, für Dorf, Gemeinde und Gäste. Er entsteht in einer kleinen Scheune am Eingang des alten Gutshofs – mitten in Prädikow und gut erreichbar für alle.

Die Dorfscheune wird nicht nur ein Gemeinschaftsort, sondern auch ein Ort zum Arbeiten. Das Thema Arbeiten vor Ort ist besonders wichtig für diejenigen, die aus der Stadt auf den Hof ziehen und nicht täglich nach Berlin pendeln wollen. Außerdem produziert ein Ort mit so vielen sozialen und kulturellen Angeboten laufende Kosten, die irgendwie gedeckt werden wollen. Durch verschiedene gastronomische Angebote sowie Seminar- und Bürotisch-Vermietungen soll ein Teil dieser Kosten herein geholt werden, so dass gemeinschaftliche Angebote günstig oder gar kostenlos bleiben können. Auch möchten wir in der Dorfscheune testen, ob und wie gut das Prinzip des “Coworking” im Dorf funktioniert. Wir möchten herausfinden, wie es mit sozialen und kulturellen Gemeinschaftsangeboten vereinbar ist, welche Chancen und Herausforderungen es mit sich bringt.

Die Dorfscheune war von Beginn an als partizipatives Projekt zum Kennenlernen von jetzigen und künftigen Dorfbewohnern gedacht. Seit Beginn 2019 engagiert sich das wachsende Dorfscheunen-Team dafür, einen lebendigen Ort mit vielfältigen Nutzungen aufzubauen. Das Team bestehend aus ansässigen und künftigen Prädikowern (vom Hofprojekt). Es hat gemeinsam im Rahmen zweier professioneller Workshops und etlicher Treffen verschiedene Nutzungsideen erarbeitet, die ihren Platz in der Dorfscheune finden werden. Die geplanten Angebote sind so vielfältig wie Prädikows Bewohner: ein Dorfwohnzimmer, ein Seminar- und Veranstaltungsraum, ein Kreativ- und Besprechungsraum, ein Coworkingspace, eine Gastro- und Gemeinschaftsküche und eine kleine Café-Kneipe.

Probleme:

  • Finanzierung der Baumaßnahmen
  • Komplexe Vorgaben und hoher Aufwand bei Umsetzung der Förderungen
  • Erhöhte Kosten durch Denkmalschutz und andere Bauauflagen
  • Geschätzte Baukosten verdoppelten sich aufgrund des schlechten Zustands

Tipps zur Umsetzung

Unbedingt mit allen Menschen persönlich sprechen und viel und transparent kommunizieren. Sucht euch außerdem die Förderungen gut aus, manche sollte man lieber sein lassen, da sie mehr Probleme bereiten als sie lösen.

Finanzierung

Die Sanierung der kleinen Scheune wird um die 750.000 € kosten. Der soziale Prozess, der Gewerbeaufbau und die Kommunikation haben zusammengenommen einen Gegenwert von ca. 130.000 €.

Wir haben die Kosten durch eine Mischung aus verschiedensten Förderungen aus Öffentlicher Hand, von Stiftungen und durch Spenden und Eigenleistungen gestemmt. Die Kosten, die wir bisher nicht decken konnten, müssen wir durch weitere Spenden und Einnahmen des Dorfscheunen-Gewerbes reinholen.

Initiator*in

Zum ca. 20-köpfigen Projektteam zählen etwa gleich viele Hof- wie Dorfbewohner*innen, darunter Vertreterinnen der beiden Dorf-Vereine. Initiatorin war Julia Paaß, die seit 2013 in Prädikow lebt.

Verein Hof Prädikow

[email protected]

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