1. Digitalisierung

Die Karte für regionale Helden

Der Onlinehandel verleibt sich jegliche Geschäftsbereiche ein und macht vieles besser als es ein Ladengeschäft anbieten könnte. Also müssen wir andere Anreize schaffen, die den Kunden an die Region bindet. Dabei spielt es keine Rolle, ob er Online oder ins Geschäft geht. Wir müssen hinnehmen, dass Amazon & Co. starke Unternehmen am Markt sind die vieles besser können als wir und Mittel besitzen von die wir nur träumen können.

Die Region hat seine Stärken

Diese müssen wir identifizieren und für die Rückgewinnung der Kaufkraft nutzen. Vor allem ist es wichtig, dass nicht jeder einzeln nach außen tritt, sondern ein Verbund mit starken Partnerschaften gegründet wird. Zentralisierung ist etwas dass im Laufe des letzten Jahrzehnts enorm zugenommen hat und sich weiter verstärken wird. Der Einzelne ist nicht so stark wi ein Verbund aus verschiedenen Partnern.

„Nicht der Kunde muss sich verändern, sondern das Geschäft muss sein Angebot anpassen.“
Abbildung einer möglichen RegioCard

Vieles entspricht am Ende nur der Wahrnehmung. Entscheidend ist letztendlich wie etwas verpackt wird und die Leute dies annehmen. In Form der RegioCard soll der Nutzer das Gefühl bekommen ein Held zu sein, wenn er in der Region Produkte kauft oder Dienstleistungen in Anspruch nimmt. Damit würde man ortsansässige Geschäfte enorm unterstützen und die Infrastruktur in der näheren Umgebung erhalten können.

Die RegioCard kurz erklärt

Der Nutzer kauft oder beauftragt eine Dienstleistung bei einem Partner aus der Region und erhält dafür Punkte. Sammelt er genug davon, so erhält er bei Partnern der RegioCard weitere Rabatte. Das Sammeln, aber auch das Einlösen in der Region sollen als Motivationstreiber dienen.

Vorteile der Regiocard

  • Kunde erhält Rabatte bei anderen lokalen Einzelhändlern
  • Ehrenämter erhalten Punkte, wenn sie ihre Tätigkeit nachweisen
  • Angebote aus der Region werden für den Nutzer zusammengefasst
  • Vernetzung von Unternehmen und Dienstleistern in der Region
  • Stärkung des Gemeinschaftsgefühls

Ehrenämter werden belohnt

Das Dorf lebt von freiwilligen Helfen und engagierten Menschen, die sich bewusst für die Umgebung einsetzen. Sie erhalten dafür kein Geld o.ä. sondern tun es oft aus einer gewissen Verbundenheit zum Verein oder dem Ort. Vielen macht es Spaß innerhalb eines Teams Projekte umzusetzen und ein Gemeinschaftsgefühl zu spüren. Oft erhalten besonders engagierte Leute enorm Wertschätzung in Form von Zuspruch der Anderen. Eines der wenigen Mittel wie wir Leute langfristig weiter motivieren Einsatzbereitschaft zu zeigen.

Allerdings haben wir immer mehr Probleme diese Leute langfristig bei der Sache zu halten oder eben auch Neue für das Ehrenamt zu begeistern, müssen wir neue Anreize schaffen. Das Angebot an Freizeitaktivitäten ist stark gewachsen und sich freiwillig zu engagieren erscheint dagegen nicht so attraktiv. Das Ehrenamt ist jedoch eine der wichtigsten Säulen innerhalb einer starken und funktionierenden Gemeinschaft.

„Wenn du das für die Region tust, dann sollst du auch etwas zurückbekommen. 20 Prozent auf die nächste Handwerker-rechnung ist doch ein Anfang.“

Meine Idee ist es, jedem der ein Ehrenamt ausübt, die RegioCard zu geben und darüber dauerhaft bei den Partnern Rabatte zu erhalten. Vom Bund muss hierbei durch Fördergelder Unterstützung zugesichert sein, da die Partner aus dem Netzwerk dies nicht tragen könnten. Dieser Vorteil für ehrenamtlich tätige Menschen gibt ihnen das Gefühl etwas zurückzubekommen. Die Tätigkeit muss in einem Turnus von zwei Jahren vorgewiesen werden.

Verbund von starken Partnern sichtbar

Der Nutzer beantragt die RegioCard bei seiner Kommune. Dort wird die Identität des Bestellers geprüft. Sobald dies erfolgreich durchgeführt wurde, erhält der Nutzer seine Karte. Diese ist personalisiert und nicht übertragbar. Nun kann er in den Geschäften der Region, aber auch online bei den Partnern einkaufen.

Hintergrundbild von Unsplash (https://unsplash.com/photos/d4ZYpoGjUXo)

Sobald das Symbol bei einem Geschäft ersichtlich ist, kann man die Karte nutzen um Punkte zu sammeln und bei seinem nächsten Einkauf zu sparen. Online sollte man eine Möglichkeit haben in dem Shop des Geschäftes seine Kartennummer mitzugeben. Dadurch können auch über diesem Kanal Punkte gesammelt werden.

Kommune als wesentlicher Treiber

Die RegioCard ist ein Mittel um die Kaufkraft zurück in die Region zu holen, aber viel mehr ein Instrument um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Da sie nur flächendeckend Sinn ergibt und nicht nur innerhalb eines einzelnen Ortes funktioniert, muss diese meines Erachtens nach aus der Kommune (insbesondere der Wirtschaftsförderung) heraus auf den Weg gebracht werden.

Zuerst würde ich die Gruppe der Ehrenamtlichen angehen und ihnen die Karte mit den Vorteilen zur Verfügung stellen. Im weiteren Verlauf sollte der Fokus auf die Gewinnung von Partnern fürs Netzwerk gelegt werden. Dieses Konzept kann nur funktionieren, wenn möglichst viele Unternehmen und Dienstleister mitmachen. Es ist Zeit, dass wir den ganzen freiwilligen Helfern und dem Ehrenamt etwas zurückgeben. Ansonsten fehlen uns bald die wesentlichen Antreiber, die den Ort erhalten und beleben.

Die RegioCard ist nur ein erster Entwurf. Solltest du Ideen oder Anregungen haben, so lass uns in die Diskussion gehen. Schreib mir gerne eine Mail an hallo@dorfstattstadt.de.

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