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Scheunenfete mit Festivalflair #17

Sackhüpfen oder Eierlauf wären doch etwas für eine Scheunenfete. Doch lass uns diese Feier nicht nur einen Abend sondern einen ganzen Tag machen. Menschen aus anderen Dörfern erzählen in Form von Talks den Besuchern was sie in ihren Orten umgesetzt haben. Sie teilen ihre Erfahrungen statt leere Konzepte mit. Wenn du mal keine Lust hast, kannst du draußen auf dem Gelände gemütlich sitzen oder einige Sachen machen. Langweilig würde dir dabei nicht werden. Als Mittagessen kannst du dir draußen an der Pommesbude eine Bratwurst holen. Nebenan wartet am Lagerfeuer das Stockbrot auf dich. Danach geht es mit einigen Talks weiter bis letztendlich am Abend in der Scheune die Party steigt. Der finale Abschluss eines Tages der dem Leben als Dorfkind gewidmet war und in dessen jeder eintauchen konnte.

Patrick Otte – ich will hier raus nach dem Abi

Er wollte von Zuhause mal raus. Fürs Studium ging es vom Jakobsberg nach Göttingen. Nicht zu weit entfernt. Schließlich musste die Heimat noch schnell erreichbar sein. So ist es auch heute, denn er wohnt mitten in Münster – rund zwei Stunden von seiner Heimat entfernt. Patrick beschreibt, dass er es meistens einmal im Monat schaffe, nach Hause zu fahren. Dort wo noch heute seine Eltern und die Schwester wohnt. Sie hat mittlerweile eine eigene Familie, vor einigen Jahren einen Hof übernommen und diesen weiter ausgebaut. Ein Treffpunkt für viele im Ort. Patrick hat sich dennoch bewusst für Münster mit seinen etwa 300.000 Einwohnern entschieden. Für den Ort, wo er seine Arbeit und seine Liebe gefunden hat. Dort ist er der 33- Jährige Patrick, den die Leute auch erst so kennengelernt haben. Im Jakobsberg, mit seinen 250 Einwohnern, ist er nach wie vor der 17 Jährige Junge von damals. Vieles hat sich sonst dort nicht verändert. Viele seiner Freunde sind kaum herausgekommen und leben noch heute dort. Nur sein Bruder ist ein paar Orte weitergezogen. Patrick sieht es aber als große Chance an, mal aus seinem Ort rauszukommen. Dort könne man vieles lernen. Seinen Horizont erweitern und damit wieder zurück ins Dorf kommen. Für ihn kommt das mit seiner neugegründeten Familie nicht in Frage. Jakobsberg ist seine Heimat. Münster sein Zuhause.

Thomas Fabry – Mir hat nie etwas gefehlt #14

Mit dem Trecker durch den McDrive. Auf dem Hof ein eigenes Motor-GoKart gebaut. Mit den Freunden früher als Kind am Bach gespielt. Thomas ist wahrlich ein Kind des Dorfes. Auf dem Hof seines Vaters im Sauerland ist er in dem kleinen 900 Einwohnerdorf groß geworden. Nun hat er dort mit seinen 25 Jahren und als selbstständiger Filmemacher ein eigenes Büro eingerichtet. Er träumt davon dort, wo schon früher ein zentraler Ort für seine Freunde war, eine Art Coworking Space zu errichten. Einen Platz zu schaffen, den viele Leute in dem ländlichen Raum gemeinsam nutzen können.

Mario Hecker – ein Dorfkind als Bürgermeister #12

Als Bürgermeister einer Gemeinde hat man es sicherlich nicht leicht. In dem ländlichen Raum muss man mindestens zwei Generationen bedienen. Themen anpacken, die den ein oder anderen emotional berühren. Mario ist seit 2015 im Amt und sorgt dafür, dass die Gemeinde als Ganzes gut aufgestellt ist. E-Autos zum vermieten, eine eigene App die alle Bürger informieren soll und diverse Förderpreise, die er mit seinen Kollegen, Helfern und Unterstützern gewonnen hat. Mario ist ein echtes Dorfkind. In die Stadt hat es ihn nie gezogen. Er ist nicht nur in Bavenhausen, neben etwa 800 anderen Einwohnern aufgewachsen, sondern lebt dort noch heute mit seiner Familie.

Wir haben darüber gesprochen welche Dinge für die Belebung des ländlichen Raumes getan werden muss. Dabei erzählt er aus seinen Erfahrungen, die er mit dem Kalletal in den letzten drei Jahren gemacht hat. Man könnte meinen er wäre mal im Marketing tätig gewesen, denn ihm ist Transparenz über alle Kanäle hinweg sehr wichtig. Das Kalletal steht als Beispiel für ein Gemeinde, dass sich dem Wandel und den neuen Medien nicht entgegenstellt.

Über Sport, Ernährungstipps und Erziehung der Haustiere #11

Wasserrohrbruch. Ernährungstipps. Erziehungstipps für die Haustiere. Wie ist es auf einer Ü-30 Party? Wir wandeln uns langsam zum Bildungspodcast.

Alle zwei Wochen werden Max und ich uns nun persönlich für den Podcast treffen. Im Wechsel dazu wird es immer ein Interview mit einer anderen Person geben.

Bianca Hauda – Remscheid ist ein Dorf für mich #10

Bianca Hauda ist in Remscheid aufgewachsen und lebt mittlerweile mitten in Köln. Dort hat sie Freiheit und das Gefühl alles machen zu können, was sie möchte. Der Jazz-Kiosk nebenan, wo sie immer jemanden trifft. Die Leute sind entscheidend. Dennoch hat sie einen starken Bezug zu ihrer Heimat – wo noch heute ihre Eltern leben. Doch es passte damals nicht mehr. Zwischendurch ging es zum Radio nach Baden-Baden. Später für eine Zeit nach Frankreich, bis sie jetzt schließlich ihren Ort gefunden hat, wo sie sich absolut wohlfühlt. Selbst nach fast zehn Jahren. Wir sprechen darüber, wie sie in Remscheid aufgewachsen ist und was Heimat für sie wirklich bedeutet.

Bianca kam zu mir ins Dorf Heeren angereist. Zuvor fragte ich sie, ob sie mal Trecker gefahren sei. Nein war ihre Antwort. So organisierte ich diese Aktion schnell auf einem Hof nebenan. Dort fuhr sie zum ersten Mal Trecker und hat sich unglaublich gut angestellt. Das war der erste Schritt zum eigenen Hof, denn davon träumt sie schon gerne mal.