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Die Erdbeerreportage – Vorbereitungen für 13.200 Pflanzen

Zum Glück hat sich nun der starke Frost verabschiedet und die Erdbeeren können verpflanzt werden. Es müssen über 13.000 Pflanzen in die Kübel gebracht und ins Gewächshaus untergebracht werden.

Ich begleite Thomas auf seinem Hof, „Tom´s Erdbeeren“, die gesamte Zeit bis zur Ernte und zeige auf, was alles dafür getan werden muss bis wir die Erdbeeren essen können. Dabei fahre ich immer wieder zu seinem Hof, dokumentiere das Geschehen und erzähle dir aus meiner Perspektive wie dort alles abläuft.

Die Vorbereitungen beginnen schon ein Jahr zuvor. Thomas züchtet die Pflanzen nicht von Grund auf selber, sondern bestellt bei einem externen Dienstleiter junge Pflanzen, die noch sehr klein sind. Dort werden sie im Kühlhaus gehalten und tiefgefroren. Gegen Ende des letzten Jahres hat er rund 13.200 Pflanzen bestellt, die alle solange für ihn reserviert werden, bis er sie abholt.

„Das klappt immer alles ganz kurzfristig. Ich musste nur dort anrufen, dass ich sie in zwei Tagen gerne abholen möchte und dann klappt das. So kann ich beruhigt den Frost abwarten und erst danach mit der Verpflanzung anfangen.“, sagt Thomas.

Seit Anfang der Woche ist der Frost vorbei und so fuhr Thomas zum Kühlhaus um dort seine jungen Erdbeerpflanzen, die in Kästen verpackt sind, abzuholen. Im Anschluss wurden diese auf seinem Hof mit Wasser bespritzt, damit sie langsam auftauen können.

13.200 Pflanzen. 11 Leute. Zwei Tage.

Am zweiten Tag der Verpflanzung komme ich dazu und sehe wie sie in der Scheune mit rund elf Leuten stehen. Mittendrin steht der Trecker samt Anhänger, worauf die fertigen Kübel mit den Pflanzen gestellt werden. Dahinter die ganze Erde, die mit der Schubkarre von einem Schuppen hierher gebracht werden muss.

Alle 13.200 Pflanzen sind nur für das Gewächshaus. 1.100 Kübel sind dafür notwendig. Jeder Kübel enthält zwölf Pflanzen. Sie sind dort versetzt angeordnet. Sechs auf jeder Seite.

Damit alles reibungslos klappt, helfen elf Leute über zwei Tage mit die Erdbeeren in die Kübel zu verpflanzen. Viele von denen sind hier seit zwanzig Jahren und helfen auf dem Hof immer wieder mit. Während sie die Erde und Pflanzen in die Kübel  packen fährt Paul, der Azubi vom Hof, die fertigen Kübel rüber ins Gewächshaus.

„Ich helfe hier seit über 20 Jahren. Damals noch bei der Kartoffelernte und nun bei den Erdbeeren.“

Einzug ins Gewächshaus

Gemeinsam fahren Paul und ich die Erdbeeren zum Gewächshaus. Auf der kurzen Fahrt erzählt Paul mir, dass er sich im dritten und letzten Ausbildungsjahr befindet. Außerdem hat er einen kurzen Fahrtweg, da er nur vom Hof ein Ort entfernt wohnt. Dadurch könne er schnell reagieren und spontan bei der Arbeit sein.

Wir kommen am Gewächshaus an, wo schon zwei weitere Mitarbeiter auf uns warten. Sie nehmen die Kübel mit den Pflanzen vom Anhänger und legen Sie in die vorgesehenen Gestelle. Nachdem sie dort sicher stehen, werden die Schläuche zur Bewässerung auf die Erde gelegt.

Volle Automatisierung

Die Bewässerung sowie die Belüftung funktionieren vollautomatisiert. Eine Pumpe reguliert den Druck auf drei Bar, damit die Pflanzen ständig genug Wasser haben. Sobald der Druck auf 2,5 Bar sinkt, wird von der Pumpe der Wasserdruck wieder auf drei Bar gebracht. Alles automatisch.

Zu hohe Temperaturen sorgen dafür, dass die Pflanzen Schäden nehmen und daher weniger Ertrag zu erwarten wäre. Die Sonne kann ungehindert ihre volle Energie abgeben, da das Gewächshaus nur einfach verglast ist. Ein Sensor kontrolliert ständig die Temperatur und sobald die 18 Grad überschritten werden, öffnen sich automatisch die Fenster.

Daily Morgenroutine

Jeden Morgen gehen Thomas oder Paul durch das Gewächshaus um die Pflanzen zu kontrollieren. Sollte etwas schief gehen und umbemerkt bleiben, kann es schon mal schnell zu einem großen Schaden kommen. Daher muss vor allem darauf geachtet werden, dass die Bewässerungsschläuche auf der Erde liegen um die Pflanzen ausreichend mit Wasser zu versorgen. Bei der Wärme kann es nämlich schon mal vorkommen, dass sich die Schläuche ausdehnen und dadurch auf den Boden fallen.

Mitarbeiter gehören zur Familie

Im Gewächshaus treffe ich auf Hasim, während er die Kübel in die Schienen legt. Ich komme mit ihm ins Gespräch und frage ihn, ob er denn schon öfters hier mithelfen würde. Nun wird es interessant, denn ich staune über seine Erzählungen. Schnell wird klar, dass die Mitarbeiter hier zur Familie gehören. Man kennt sich schon sehr lange und jeder steht für den anderen ein.

„Als Thomas damals noch klein war, habe ich ihn mit der Schubkarre über den Hof gefahren.“

Hasim ist vor über 38 Jahren hierher gekommen und hat damals schon für den Vater von Thomas gearbeitet. Er beschreibt die Familie von Thomas als sehr freundlich und sie wären jederzeit da, wenn etwas sein sollte. Letztens brauchte Hasim einen Trecker und den bekam er direkt von Thomas geliehen. „So ist das hier immer so“, sagt er. Auch wenn es mal stressig wird und sie schnell reagieren müssen, kann sich hier jeder auf den anderen verlassen. „Sollte Thomas mich anrufen und sofort Hilfe benötigen, bin ich direkt vor Ort. Das ist für mich selbstverständlich.“, sagt er und trägt die letzten Kübel in die Schienen.

Es ist ein langer Weg bis wir die Erdbeeren essen können, doch erstmal sind alle 13.200 Pflanzen im Gewächshaus angekommen. Die Pflanzen werden nun jeden Tag bis zur Ernte kontrolliert, sodass wir dann voraussichtlich im Mai die ersten Erdbeeren kaufen können.

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