Im zweiten Teil hast du gesehen, wie wir den Geschäftsführer kennengelernt habe, die Kita, Kantine und wie die Überraschung überreicht wurde. Nun geht es wieder zurück ins große Gebäude. Eine Etage höher. Wir nehmen dafür den Fahrstuhl…

Einblick: So werden die Schuhe getestet

Wir gehen in einen Raum, in dem zwei Maschinen stehen und noch eine Menge Platz für neue Mitarbeiter wäre. Als dieses Gebäude gebaut wurde, haben sie nämlich zukunftsdenkend gehandelt und so können sie ohne Probleme weiter wachsen. Nun aber zu den Maschinen. Eine eignet sich dazu, Schnürrsenkel zu testen. Sie simuliert, dass binden eines Schuhs so oft wie man möchte. Die andere ist dafür gedacht, dass sie das Bücken des Trägers simuliert – so oft, wie es eingestellt wird. Es gab mal das konkrete Problem, dass nach einer Zeit die Nähte kaputtgegangen sind und sie dies erkannt haben. Sie haben daran gearbeitet. In der Maschine ist ein Schuh, bei dem dies gelöst wurde. Er wurde einige Male getestet und weisst keine Schäden auf. Trotzdem bekomme ich eine Demonstration, wie sie funktioniert.

Doch man muss sagen, dass der Großteil der Tests außer Haus geschehen. Sie werden an Institutionen übergeben, die die Aufgabe für engelbert strauss übernehmen. Genauso wie die Zertifizierungen, die natürlich andere Stellen für sie machen. Doch ein langfristiges Ziel ist es, die nötigen Mittel für Tests im eigenen Unternehmen darzustellen. Das bietet kürzere Wege, sie können schneller handeln und diesen Prozess in ihren Ablauf integrieren. Sie erhoffen sich dadurch eine Zeit- und langfristig eine Kostenersparnis. Die Tests sind wirklich sehr teuer.

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Der Alltagstest des Kunden

Doch nicht nur Maschinen testen die Produkte. Auf meine Frage, ob sie Kunden aussuchen, die ihre Produkte im Alltag verwenden, bekam ich eine positive Rückmeldung. Dabei kann der Zeitraum schon einmal bis zu sechs Monaten betragen. In dieser Zeit kann der Kunde die Kleidung unter alltäglichen Aufgaben stellen und sich selbst ein Bild davon machen, ob sie seinen Anforderungen gewachsen ist.

Während der Kunde das Produkt testet, kommt er immer wieder mit engelbert strauss in Berührung. Er wird regelmäßig um Feedback gebeten, damit sie aus der Kritik heraus die Produkte besser machen können. Es herrscht dafür vermehrter Telefonkontakt und der Kunde bekommt regelmäßig einen Fragebogen, den er ausfüllen soll.

All das sorgt dafür, dass am Ende der Kunde ein Produkt bekommt, was seinen Anforderungen und Bedürfnisse entspricht. Es ist wichtig das Produkt unter echten Umständen und vor allem mit Menschen zu testen. Das ist wichtig um am Ende etwas zu haben, was auch die Leute gebrauchen können.

Wir erkunden den Campus mit dem Rad

Das Gelände in Biebergemünd ist riesig. Es ist so groß, dass es hauseigene Fahrräder gibt, damit man alles schneller erreicht. Die beiden Gebäude – Logistik und Büros – sollen langfristig miteinander verbudnen werden. Dadurch soll das Teamgefühl gestärkt werden – am Ende ziehen alle an einem Strang.

Wir nehmen uns die roten Fahrräder und radeln los. Durch die Natur, über kleine Wege und auch an der Straße entlang.

An den Büros vorbei, entdecken wir ein Stück Geschichte. Den alten Workwearstore®, der deutlich unscheinbarer nach außen ist. Nichts mit einem riesigen modernen Gebäude. Kaum etwas vom Logo zu sehen. Dafür steht vor’m Eingang ein Golfcart – hätte ich nicht nur gerne gefahren, sondern direkt mitgenommen. Wir fahren an der Logistik vorbei und fahren wieder zurück – zum wohl modernsten Teil des gesamten Geländes.

Die Fahrräder sind wirklich wichtig, denn zu Fuß würde man zu lange zum anderen Gebäude brauchen. Selbst hier macht sich das Branding bemerkbar. Sie sind rot und teilweise sogar mit dem Strauß überzogen. Unverkennbar, woher die Räder sind.

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E.S.Bar

Zuvor wurde uns das gute Essen an der E.S.Bar angekündigt und wir durften uns nun selbst ein Bild davon machen bzw. unsere Gaumen verwöhnen. Es bildete sich auch eine etwas längere Schlange. Auch externe Leute, die nicht bei engelbert strauss arbeiten, können sich dort für wenig Geld etwas zu essen kaufen. Nach langem hin und her – sieht alles gut aus – entscheiden wir uns für den Flachweck Pur. Einen Burger, der uns von Cilia zuvor empfohlen wurde. Daneben haben sie noch Suppe, Roastbeef, „Pausenbrot“ oder auch Salat – für jeden etwas dabei.

Nach unserer Bestellung gehen wir mit einem kleinen Pager zum Tisch und unterhalten uns kurz mit den Leuten, die dort auch sitzen. Die Aussage wurde direkt bestätigt: sie arbeiten nicht hier, sondern kommen von woanders hierher zum essen. Etwas summt. Ahhh… Der Pager. Schnell hin. Der Magen knurrt. Meine Augen haben schon ein Stück vom Burger abgegessen, so gut sieht das aus. Nun darf auch der Gaumen. Ein Feuerwerk der Geschmäcker. Ehrlich. Das Brot ist super und das Fleisch… richtig saftig. Auch von mir eine absolute Empfehlung dort essen zu gehen. Wir bringen die Köstlichkeit später noch in den Norden, denn für Sina’s Schwester nehmen wir einen Burger mit ins Gepäck.

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Der Workwearstore®

Wir gehen durch die großen Türen hinein und treffen direkt auf eine Fotobox. Hände an den Schrauber. Krawatte… Ähhh… Kragen richten. Lässiger Blick. Schnappschuss. Doch leider wird sie gerade repariert, sodass wir kein Foto gemacht haben. Nun aber die Blicke in den Workwearstore gerichtet. Cilia führt uns zuerst herum, Sina macht die Fotos und ich versuche meinen Mund geschlossen zu halten, denn der erste Eindruck ist der Knaller.

Durchdachtes Konzept

Die Fläche ist nach Arbeitsbereichen aufgeteilt, in denen man die entsprechende Arbeitskleidung erhält. Für Kinder gibt es einen Bereich, der mit einer großen Rutsche und anderen Spielmöglichkeiten ausgestattet ist. In der Schuharena wettest du nicht auf den Gewinnerschuh, sondern kannst dir deinen passenden Schuh aussuchen – durch ein Farb-Konzept werden die Sicherheitsklassen dargestellt. Hinter den Kulissen – das was die Kunden nicht sehen – sorgen Mitarbeiter dafür, dass auf der Verkaufsfläche immer genug Produkte zur Verfügung stehen.

Kleine Kunstwerke

Schaut man an die Decke, so kann man auch wieder Kunstwerke in Form von Lampen entdecken. Aus Spanngurten, Zollstöcken oder auch Wasserwagen werden echt Designerstücke entworfen, die sich toll ins ganze Konzept integrieren. Es wird nicht nur die Berufskleidung verkauft, sondern auch wirklich nach außen und innen gelebt.

Das zeigt sich auch bei einer Wand. Alles ist voll mit Handschuhen – 850 Stück. Sie ergeben zusammen zwei große Handschuhe. Ich möchte gerne mal den Mitarbeiter sehen, der die alle angehängt hat. An einer anderen findet man Holz, das mit Kettensägen bestückt ist oder eine ist mit alten Bohrmaschinen verziert. Dort befindet sich auch die Allererste von Nobert Strauss – dem Sohn des Firmengründers. Damit hat er so einiges gebohrt oder maschint – wir wissen es bis heute nicht (Video anschauen).

Veredelung. Persönlichkeit.

Für deine Mitarbeiter im Unternehmen kaufst du Arbeitskleidung von engelbert strauss, aber möchtest bspw. das Logo auf die Kleidung anbringen? Das kannst du alles in einem Schritt machen. Hierfür gibt es eine Beratungslounge in der du mit einem Berater alle wichtigen Sachen besprichst. Die Kleidung kann ganz nach deinen Wünschen veredelt werden – Textildruck, Direktbestickung, Lasergravur uvm. Alles kann aus einer Hand gefertigt werden, sodass du dir keinen anderen Dienstleister suchen musst.

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Mein Gesamteindruck & Fazit

engelbert strauss ist für mich das Apple der Berufskleidung. Großartiges Design und alles ist bis zum Ende durchdacht. Sie verkaufen nicht nur Produkte für das Handwerk, sondern leben es auch im Unternehmen selbst. Sie haben ein Händchen für feine Details, denken zukunftsorientiert mit ihren Angeboten für Mitarbeiter und wenn sie etwas anpacken, dann machen sie es gleich richtig. Halbherzig gibt es dort nicht. Für die Leute vor Ort gibt es genug Möglichkeiten um sich auszutauschen, sich einen leckeren Kaffee – von der eigenen Hausmarke – zu nehmen oder wohl den besten Burger zu essen. Auch das herzliche Klima – von Seiten engelbert strauss – hat mir gut gefallen. Sie haben uns komplett freie Hand gegeben, was wir letztendlich daraus machen.

Natürlich kann ich nur darüber berichten was ich gesehen habe. Ich weiß nicht, wie es in der Logistik ausschaut. Mit Fragen an die Mitarbeiter habe ich versucht herauszuhören, wie wohl das Feeling ist, hier zu arbeiten. Dabei hörte ich durchweg Positives, was meinen bisherigen Eindruck bestätigt hat. Ich glaube fest daran, wer mit Kita, Fitnessangeboten uvm. seine Mitarbeiter umwirbt, der hat es verstanden wie es heutzutage im Unternehmen ablaufen muss: Hand in Hand. An einem Strang. Gemeinsam.